Leben und Werk

Murnau lebte in ereignisreichen Zeiten. Hier finden Sie umfangreichen Informationen und Bildmaterial zu Murnaus Leben und dem Weltgeschehen zwischen 1888 und 1931.

Bildkomposition

Im schwarzweißen oder viragierten Stummfilm hatte die Raumgestaltung eine noch viel größere Bedeutung als später im Farbfilm. Außerdem war mit den zu Murnaus Zeiten üblichen Kameras Tiefenschärfe nur sehr eingeschränkt zu erreichen. Wer verschwommene Hintergründe vermeiden wollte, musste mit falschen Perspektiven arbeiten – und in dieser Hinsicht kreierten Murnaus Filmarchitekten wahre Wunderwerke.

Licht und Schatten

Licht und Schatten sind wichtige Gestaltungsmittel von Filmemachern. Murnau hat sie gezielt eingesetzt, um Stimmungen zu erzeugen, Objekte hervorzuheben oder andere zu verbergen.

Kameraperspektiven

Kameraperspektiven beschreiben den Winkel, aus der die Kamera das Motiv filmt. Murnau setzte teils extreme Kameraperspektiven ein, um dem Zuschauer seine Geschichten zu erzählen.

Die entfesselte Kamera

Die entfesselte Kamera, eine Kamera losgebunden vom Stativ und in Bewegung gesetzt, sogar zum Fliegen gebracht, wurde mit Murnaus Film Der letzte Mann (1922) und weltberühmt.

Zwischentitel

Zwischentitel sind die eingeschnittenen Texttafeln, die in Stummfilmen durch die Handlung führen. Zwischentitel visualisieren Dialoge, Aufschreie oder auch Gedanken, erklären die Vorgeschichte, den weiteren Handlungsverlauf und Zusammenhänge.

Viragierung

Schon Stummfilme waren meist farbig, lange vor der Erfindung des Farbfilms. Die frühen Filmemacher verwendeten Viragierungen, einfarbig gefärbte Szenen, deren Farbe bestimmte Stimmungen suggerierte: etwa Blau für nächtliche Außenszenen und Rot für Leidenschaft.

Okkultistische und religiöse Symbole

Mit Okkultismus bezeichnet man ein übersinnliches, surreales Geheimwissens für Eingeweihte. Murnaus Lebensumstände und Aspekte seiner Filme faszinieren Okkultisten bis heute. Insbesondere Nosferatu bietet zahlreiche Hinweise auf okkulte Lehren.

Themenschwerpunkte in Murnaus Werk

Die 21 Filme, die Friedrich Wilhelm Murnau zwischen 1919, kurz nach Beendigung des Ersten Weltkrieges, und seinem Tod 1931 drehte, spiegeln auch in ihren thematischen Schwerpunkten ihre Entstehungszeit. Nur ein einziger Murnau-Film gilt als Komödie, sonst überwiegt das Drama, das Murnau aber gern mit komödiantischen Elementen auflockert.

Impressum | Einstellungen zurücksetzen